Test: Klangstarkes Allround-Radio mit DAB und WLAN

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Bluetooth-Boxen sind eine feine Sache, um Musik vom Smartphone zu hören – für den tagtäglichen Gebrauch taugen sie mangels Reichweite und eigenem Musik-Player wenig. Diese Lücke schließt das Internetradio Auna Connect 150 BK, das sich ideal für Studentenappartement, Gartenlaube, Küche oder Arbeitszimmer eignet.

Musik macht das Leben leichter. Allerdings sind die weit verbreiteten Bluetooth-Boxen nur bedingt für die stationäre Musikuntermalung zu Hause oder am Arbeitsplatz geeignet: Einerseits, weil sie ohne Smartphone oder Tablet nicht sinnvoll nutzbar sind. Andererseits, weil sie beim Webradio-Empfang den Akku des Smartphones leer saugen. Für das Beschallen eines festen Ortes gibt es daher mit dem Internetradio Auna Connect 150 BK 2.1 eine deutlich bessere Alternative.

Im Test: Auna Connect 150 BK

Das Auna Connect 150 BK ist ein Internetradio mit Wi-Fi- und LAN-Schnittstelle, DAB/DAB+ Tuner und UKW-RDS-Empfänger sowie MP3-USB-Port und AUX-Eingang.

Das kompakte, schwarze Internetradio im massiven Gehäuse beherrscht nämlich nicht nur das selbstständige Streaming von Radiosendern per WLAN und Internet, sondern kann auch das moderne DAB-Radioprogramm oder klassisches Analogradio empfangen. Gleichzeitig eignet es sich dazu, MP3- und AAC-Dateien von einem USB-Stick oder einer Festplatte wiederzugeben und ist damit ein wahres Multitalent für Küche, Schlafzimmer oder andere kleine bis mittelgroße Räume.

Hübsches Äußeres

Zunächst fällt die gute Verarbeitung des nur 23,5 x 17,5 x 13 Zentimeter großen Radios auf. Das Gerät ist samt seiner zwei 3-Watt-Lautsprecher und dem 14-Watt-Subwoofer in einem massiven Gehäuse aus Holz verbaut, das mit schwarzem Furnier einen Aluminium-artigen Look erhält. Das sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch prima an.

Optisch überzeugt das 2.1-Internetradio von Auna mit seinem Bassreflex-Holzgehäuse mit gebürsteter Aluminium-Look-Frontblende und schwarzem Holzfurnier.

Optisch überzeugt das 2.1-Internetradio von Auna mit seinem Bassreflex-Holzgehäuse mit gebürsteter Aluminium-Look-Frontblende und schwarzem Holzfurnier.

Das Auna Connect 150 BK ist augenscheinlich schwer und solide genug, um Bässe ordentlich und ohne Klirren oder Vibrationen wiederzugeben. Wie bei asiatischen Produkten leider Gang und Gäbe, ist die Vorderseite mit den Bedienelementen und dem kleinen Farbdisplay in Klavierlack gehalten.

Auf der Rückseite befinden sich, neben dem obligatorischen Ein-/Ausschalter, der langen Teleskopantenne, der Netzwerk-Buchse und dem USB-Anschluss auch ein AUX-In für iPhone und Co., ein Kopfhörer-Anschluss und – besonders schön – eine Line-Out-Buchse, mit der das Audiosignal des Geräts zum Beispiel an eine Stereoanlage übertragen werden kann. Das ist allerdings nicht zwingend nötig: Die kleine Kiste weiß klanglich durchaus zu überzeugen.

Reduziert und einfach

Die Inbetriebnahme ist schnell abgewickelt: Der Aufbau ist ein Kinderspiel, nur das Netzkabel ist leider etwas kurz geraten. Auch die Tatsache, dass es nicht integriert ist, sondern extern liegt, missfällt. Hier wäre ein zweipoliges Kaltgerätekabel samt innen liegendem Netzteil schöner gewesen. Dafür kann es dann aber im Falle eines Defekts leicht gegen ein Modell mit gleichen Spezifikationen ausgetauscht werden.

Im Test: Auna Connect 150 BK

Über den rückseitigen USB-Port lassen sich einfach Musiktitel im MP3-Format einspeisen. Ein AUX-Eingang zum Anschluss externer Zuspieler wie etwa Mobiltelefon, MP3-Player oder Laptop findet sich ebenfalls an der Geräterückseite wieder.

Fließt erstmal der Strom, ist die Einrichtung in wenigen Augenblicken erledigt: Sprache und Zeitzone einstellen, WLAN auswählen, WPS-Knopf am Router drücken und am Radio bestätigen – schon steht die Verbindung. Alternativ lässt sich das WLAN-Passwort auch über die Stellräder oder die etwas zu kompakt geratene Fernbedienung eingeben.

Dann kann es auch schon losgehen: Die Radiosender werden bei Auswahl der jeweiligen Quelle – Internetradio, DAB oder Analogradio – automatisch mit einem schnellen Suchlauf hinzugefügt.

Sauber reduzierter Funktionsumfang

Schön am Auna Connect 150 BK ist – zumindest für Technik-Pragmatiker wie mich – die Tatsache, dass die Entwickler ganz offensichtlich nicht unter Featureitis gelitten haben. Funktionen wie Touchscreen, Apps oder Spotify-Unterstützung sucht man vergebens.

Immerhin: Das Radio unterstützt DLNA-Streaming, kann also auf Mediatheken auf NAS-Systemen, dem FritzBox-Mediaserver oder dem Windows-Media-Player zugreifen. Das mag zunächst nach zu wenig klingen, reduziert das Gerät aber auf die Basisfunktionen, die ein Internetradio eben heutzutage haben muss.

Für alles andere gibt es das Smartphone oder den Rechner. Hier stört der reduzierte Funktionsumfang aber dann doch ein wenig. Eine Möglichkeit, um Bluetooth-Geräte zu koppeln, fehlt völlig, weshalb das Radio diese nicht ersetzen, sondern nur ergänzen kann. Per AUX-Anschluss lässt sich aber jeder Player anschließen. Das macht die Bedienung einfach, auch wenn das Menü nicht immer ganz logisch geordnet ist. Jeder, der sich bereits mit Geräten dieser Art (oder seinem Autoradio) beschäftigt hat, dürfte aber schnell damit zurechtkommen.

Das Auna Connect 150 BK in der Praxis

In der Praxis entpuppt sich das kleine Radio dann auch als durchaus praktischer Musiklieferant für den Alltag. Es liefert klanglich, was das solide Gehäuse mit den dicken Lautsprechern vermuten lässt, nämlich einen ausgesprochen angenehmen Klang bei Zimmerlautstärke und weit darüber hinaus.

Internetradio Auna Connect 150 BK

2.1-Internetradio: Die fachgerechte Beschallung übernehmen zwei seitlich verbaute 6,5 cm (2,5″)-Breitbandlautsprecher, die von einem oben liegenden 8 cm (3″)-Tieftöner unterstützt werden.

Höhen und Bässe werden gut wiedergegeben. Wie üblich bei Geräten von so kompakter Bauart leistet allerdings die Positionierung des Radios auf Klangkörpern wie Regalen oder Schreibtischen ihren Beitrag zum Bassdruck. Zur Optimierung des Klangs steht eine Equalizer-Funktion zur Verfügung, mit der sich die Musikausgabe wahlweise über Voreinstellungen wie Rock, Pop und Klassik oder aber manuell anpassen lässt. Das Abspielen der Radiosender aus allen Quellen stellt den Anwender vor keinerlei Probleme: Sender auswählen, abspielen, fertig. Lieblingssender können für den Schnellzugriff in einer Favoritenliste abgelegt werden. Damit ist das Auna Connect 150 als (Web-)Radio ohne Tadel.

DLNA-Streaming etwas kompliziert

Das DLNA-Streaming ist hingegen etwas komplizierter: Das Streaming vom FritzBox-Mediaserver klappte im Test zum Beispiel erst, nachdem die Inhalte indexiert wurden. Bei Quellen, die selber indexieren, etwa dem Windows-Media-Player, ist das nicht nötig. In beiden Fällen ist die Bedienung über das Drehrad und die Tasten aber etwas umständlich, zumal die Ordnerstruktur der Quelle übernommen wird und die Gliederung der Menüpunkte nicht immer schlüssig ist.

Anders bei der Wiedergabe von USB-Inhalten: Hier muss der USB-Stick oder die Festplatte, natürlich in FAT32 formatiert, einfach an die USB-Buchse gehängt werden. Anschließend kann man sich ohne Probleme durch die verschiedenen Ordner manövrieren.

Neben MP3- und AAC-Dateien spielt das Auna Connect 150 übrigens auch WMA und FLAC ab, womit die Mediensammlung auf dem Windows-PC kein Problem als Quelle darstellt, iTunes-Store-Dateien werden zum Beispiel ebenfalls problemlos abgespielt.

Auch die Empfangsqualität beim Internet- oder DLNA-Streaming ist gut: Bei keinem Stream konnten wir Abbrüche oder Stottern feststellen – natürlich immer vorausgesetzt, dass das WLAN stark genug ist. Andernfalls hilft der Ethernet-Port. DAB- und Analogradio werden tadellos wiedergegeben.

Fazit: Ein gutes, einfaches Internetradio

Insgesamt kann das Auna Connect 150 BK funktional und qualitativ überzeugen. Die Bedienung ist weitestgehend selbsterklärend, wo es komplizierter wird, hilft das dünne, aber effektive Handbuch.

2.1-Internetradio Auna Test Allyouneed Magazin

Dank dem übersichtlichen 6,5 cm (2,5″)-TFT-Display mit dimmbarer Hintergrundbeleuchtung behalten Sie stets Uhrzeit, Interpret und Radiosender im Blick.

DLNA-Quellen können ebenso abgespielt werden wie MP3-Player und Musik auf USB-Wechselmedien, was das Radio als kleines Internetradio für das Büro prädestiniert: Nehmen Sie den Stick mit Ihrer Lieblingsmusik einfach aus dem Auto mit zum Arbeitsplatz und schließen Sie ihn dort ans Auna Connect 150 BK an. Der Verzicht auf Apps und Services kann als Minuspunkt ausgelegt werden, sorgt jedoch dafür, dass das Gerät leicht bedienbar bleibt.