Apps auf SD-Karte verschieben – so geht’s

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Sie verwenden ein Smartphone mit SD-Karte? Dann sparen Sie Speicherplatz, indem Sie installierte Apps auf die SD-Karte verschieben. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Apps sind das Salz in der Smartphone-Suppe – blöd nur, wenn der interne Speicher aufgebraucht ist. Smartphone-Hersteller lassen sich Speicher-Upgrades gut bezahlen. Nutzen Sie ein Android-Smartphone mit microSD-Karteneinschub, können Sie darauf aber pfeifen: Mit einer Speicherkarte erweitern Sie den Platz für Fotos, Musik und Apps für kleines Geld. Viele Geräte erlauben es, die installierten Apps auf die SD-Karte zu verschieben und damit den internen Speicher zu entlasten.

Apps auf SD-Karte verschieben

Entlasten Sie den Android-Speicher, indem Sie Apps auf die SD-Karte verschieben.

Apps auf SD-Karte verschieben: Das passende Smartphone

Um Android-Apps auf die SD-Karte zu verschieben, benötigen Sie natürlich das passende Smartphone. Leider verzichten mittlerweile viele Hersteller auf die Möglichkeit, den Speicher per microSD-Karte zu erweitern. Die wohl populärste Ausnahme ist Samsung: Von den Topmodellen wie dem brandneuen Samsung Galaxy S9 bis hin zu den günstigeren Einsteigersmartphones wie dem Samsung Galaxy A3 erlauben die Koreaner den Einbau einer microSD-Karte. Doch auch kleinere Anbieter wie Nokia oder BQ verkaufen Smartphones mit Karteneinschub. Leider erlauben nicht alle Smartphones mit SD-Karte das Verschieben der Apps. Fragen Sie im Zweifel vorher beim Hersteller nach, ob die Funktion implementiert ist.

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SD-Karte: Diese Faktoren gilt es zu beachten

Auch beim Kauf der microSD-Karte gibt es einiges zu beachten. Der wichtigste Faktor ist natürlich die Größe: Empfehlenswert sind Karten mit mindestens 16 Gigabyte. Wollen Sie auch Fotos, Videos und Musik auf der Speicherkarte lagern, sind größere Kapazitäten von bis zu 256 Gigabyte sinnvoll. Prüfen Sie aber vorher, ob Ihr Smartphone auch mit entsprechend großen Karten umgehen kann. Vor allem ältere Geräte kommen oft nur mit Kapazitäten von 64 oder gar nur 32 GB zurecht.

Damit die Apps auf der SD-Karte zügig starten, sollten Sie außerdem auf Geschwindigkeit achten. Bei microSD-Speichern gibt die Geschwindigkeitsklasse einen groben Eindruck davon, wie schnell die Karten Daten schreiben und lesen können. Die besten Ergebnisse liefern Karten mit der sogenannten UHS-Class 3. Die garantiert, dass die Daten mit mindestens 30 Megabyte pro Sekunde geschrieben werden können.

Sandisk microSD Class 3

Sandisk microSD Class 3: Die Geschwindigkeitsklasse UHS-Class 3 sorgt dafür, dass Apps zügig starten.

Anleitung: Apps auf SD-Karte verschieben

Wenn alle Voraussetzungen passen, ist das Verschieben von Apps auf die SD-Karte schnell erledigt. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist dabei immer die gleiche. Je nach Hersteller und Android-Version kann es aber vorkommen, dass bestimmte Funktionen anders benannt sind oder in einem anderen Menü liegen.

  1. Öffnen Sie über die Systemeinstellungen von Android das Menü „Apps“. Hier listet das System alle installierten Anwendungen auf. Außerdem sehen Sie, welche App wie viel Speicher auf Ihrem Android-Gerät belegt.
  2. Suchen Sie nun die App aus, die Sie auf die SD-Karte verschieben möchten. Das lohnt sich natürlich vor allem bei größeren Anwendungen, die 100 Megabyte und mehr auf dem internen Speicher einnehmen. Tippen Sie den entsprechenden Eintrag an, um die Detailansicht zu öffnen.
  3. Hier tippen Sie nun auf „Speicher“. In diesem Menü listet Android bis ins kleinste Detail auf, welche Daten die Apps einnehmen. Erlauben die Entwickler das Verschieben auf die SD-Karte, sehen Sie hier die Schaltfläche „Ändern“. Tippen Sie diese an und wählen Sie im aufklappenden Menü den Eintrag „SD-Karte“. Bestätigen Sie die Änderung und warten Sie, bis Android die App verschoben hat.
    Speicher von App ändern

    Apps auf SD-Karte verschieben: Hier sehen Sie Schritt 3 unserer Anleitung. Der Speicherort vieler Apps lässt sich manuell ändern.

  4. Einige Androiden bieten außerdem die Möglichkeit, die Daten vom internen Speicher in einem Rutsch auf die SD-Karte zu verschieben. Das erspart Ihnen die manuelle Auswahl der Apps. Sie finden die entsprechenden Optionen in den Systemeinstellungen. Bei Sony-Geräten ist sie beispielsweise im Untermenü „Speicher“ versteckt.

Auf diese Weise können Sie Apps nach und nach auf den externen Speicher verschieben. Wundern Sie sich nicht, dass die Anwendungen trotzdem noch einen Teil ihrer Daten im internen Speicher Ihres Smartphones oder Tablets lagern. Das liegt an der technischen Umsetzung von Android und lässt sich nicht gänzlich vermeiden.

Tipp: Gegebenenfalls müssen Sie die Karte vor der ersten Benutzung formatieren. Öffnen Sie dazu die Einstellungen und navigieren Sie zum Untermenü „Speicher“. Hier tippen Sie unter „Mobiler Speicher“ auf die SD-Karte, um in die Dateiansicht zu gelangen. Tippen Sie nun oben auf die drei Punkte, wählen Sie „Einstellungen“ und schließlich „Formatieren“.

App-Inhalte auf die SD-Karte verschieben

Wie schon erwähnt, bieten nicht alle Androiden die Option, Apps auf die SD-Karte zu verschieben. Trotzdem können Sie in vielen Fällen den internen Speicher entlasten. Nutzen Sie Dienste, die große Dateien auf das Handy herunterladen, können Sie diese in vielen Fällen ebenfalls auf die Speicherkarte auslagern. Ein Beispiel dafür sind die Offline-Videos von Netflix. Die Serien und Filme des Streaming-Dienstes können auf der SD-Karte gespeichert werden. Dazu öffnen Sie die Optionen der App und wählen im Bereich „Download“ bei „Download-Speicher“ die Option „SD-Karte“. Auch viele andere Apps bieten diese Möglichkeit an, etwa die Musikstreaming-Anbieter Spotify, Deezer oder Google Play Music.

Netflix-Downloads

Wenn Sie Videos von Netflix herunterladen, können Sie diese auf die SD-Karte speichern.

Bildquelle: Sandisk

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