Ansmann Powerbank 10.4 im Test: Akkusorgen ade!

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Mobile Akkus, auch Powerbanks genannt, sollen dafür sorgen, dass Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets nicht allzu früh die Puste ausgeht. Ansmann schickt mit der Powerbank 10.4 einen besonders leistungsstarken Unterwegs-Akku ins Rennen. Wir prüfen, ob die Ansmann Powerbank hält, was sie verspricht.

Hach, wie schön ist doch das Leben im Zeitalter von Tablets und Smartphones. Überall komme ich ins Internet, immer bin ich erreichbar, unbekannte Orte finde ich dank Google Maps und GPS-Navigation auch mit dem schlechtesten Orientierungssinn. Wäre da nicht eine Kleinigkeit, die mir unabhängig von Smartphone-Betriebssystem, Handy-Hersteller und Preis den Spaß an der ach so smarten Welt verdirbt: die durch die Bank mickrige Akkulaufzeit aktueller Handys. Wer – wie ich – mit „Dumbphones“ von Nokia, Siemens und Co. ins mobile Zeitalter gestartet ist, fragt sich, warum im Jahr 2016 immer noch fast keine Smartphones existieren, die es auch mal länger als einen Tag abseits der Steckdose aushalten. Glücklicherweise fungieren mobile Akkus, sogenannte Powerbanks, als Retter in der Akku-Not.

Powerbank Test Allyouneed Ansmann

Wer kennt es nicht: Man ist unterwegs, die Akkuanzeige des Handys geht gegen Null und weit und breit ist keine Steckdose in Sicht. Gut, dass es für solche Fälle die mobile Powerbank von Ansmann gibt!

Genau so eine Powerbank liefert der deutsche Hersteller Ansmann und verspricht eine Kapazität von stolzen 10.400 Milliamperestunden bzw. 38,5 Wattstunden. Zum Vergleich: Der Akku des iPhone 6S bietet rund 1.700 Milliamperestunden und könnte im Idealfall bis zu sechs Mal vollständig mit der Powerbank von Ansmann geladen werden. Im Test muss der tragbare Akku beweisen, ob er die versprochene Leistung wirklich liefert.

Design und Technik der Ansmann Powerbank 10.4

Das erste Hands-on mit der Ansmann Powerbank fällt positiv aus: Das mit über 300 Gramm recht wuchtige Gehäuse macht haptisch einen hervorragenden Eindruck. Wo vergleichbare Akkugehäuse schnell knarzen und instabil wirken, setzt Ansmann auf eine Hülle aus angerautem Aluminium. Die liegt nicht nur gut in der Hand, sie überzeugt auch mit einer hohen Stabilität. Selbst bei kräftiger Biegerei gibt die Hülle nicht nach, was bei einem Akku ein echter Pluspunkt ist. Ich traue der Ansmann Powerbank sogar zu, den einen oder anderen Sturz gefahrlos zu überstehen. Auch die Form des Gehäuses weiß zu überzeugen. Ansmann hat sich für eine schmalere, dafür etwas längere Bauart entschieden. Mit einer Breite von fünf und einer Höhe von zwei Zentimetern findet die Powerbank auch in den schmalen Halterungen meines Fotorucksacks Platz, was im Alltag durchaus ein weiterer Pluspunkt ist. Alles in allem hinterlässt die Powerbank von Ansmann an der Haptik-Front einen sehr guten Eindruck.

Ansmann Powerbank 10.4

Mit einer Ladekapazität von 10.400 mAh und einer Ausgangsleistung von 2.100 mA (bei 5V) lädt das kleine Kraftpaket mobile Geräte mehrfach wieder auf.

Wie schon erwähnt weist Ansmann die Kapazität der Powerbank mit 10.400 Milliamperestunden aus. Nach dem Auspacken stelle ich fest, dass der mobile Akku zu 60 Prozent aufgeladen ist. Woher ich das weiß? Von den vier LED-Lampen an der Frontseite der Powerbank, die auf Knopfdruck den aktuellen Ladestand verraten. Auf der gegenüberliegenden Seite haben die Designer die beiden USB-Anschlüsse untergebracht. Über den breiten USB-A-Stecker werden die zu ladenden Geräte an die Powerbank angeschlossen. Der daneben befindliche Micro-USB-Eingang dient hingegen dazu, den Akku der Powerbank aufzuladen, wenn dieser seinen Dienst verrichtet hat. Dazu kann das mitgelieferte Micro-USB-Kabel wahlweise mit einem PC oder einem beliebigen USB-Ladegerät verbunden werden, was in meinem Test zuverlässig klappt. Für das Aufladen der Powerbank sollte man allerdings Geduld haben, ist der Eingangsstrom doch auf maximal 1 Ampere begrenzt. Ich habe das gute Stück im Testzeitraum meist über Nacht an ein Samsung-Ladegerät geklemmt und es am nächsten Morgen aufgeladen vorgefunden. Ansmann selbst gibt die Ladezeit mit ca. 12 Stunden an, was meiner Einschätzung nach realistisch ist.

Powerbank Test 2016 Ansmann 10.4

Über vier integrierte LEDs wird man zuverlässig über den aktuellen Ladestand sowie über die Restkapazität informiert. Eine weitere LED signalisiert den Lade- oder Entladevorgang.

Der Ausgangsstrom zum Aufladen ist mit 2,1 Ampere großzügig genug bemessen, um praktisch jedes aktuelle USB-Gerät mit Energie zu versorgen. Zwar schaffen aktuelle Schnellladegeräte für bestimmte Smartphones noch höhere Werte, für eine universell einsetzbare Powerbank ist die Leistung aber absolut angemessen.

Die Ansmann Powerbank in der Praxis

Doch genug der grauen Theorie – wie schlägt sich die große Powerbank von Ansmann in der Praxis eines „Device-Geeks“ (oder auch, wie es ein Kollege so schön formulierte „Geräte-Messie“)? Nun, was soll ich sagen: Sie erfüllt ihren Job mit Bravour. Die Powerbank war über mehrere Wochen ständiger Begleiter in meiner Laptop-Tasche bzw. im Foto-Rucksack und sorgte stets dafür, dass Handy, Kamera, Kopfhörer und Co. unterwegs nicht der Saft ausging.

Am häufigsten hing mein treues Nexus 6P an der Strippe der Powerbank. Mit erfreulichen Ergebnissen: Abgesehen vom speziellen USB-C-Schnellladegerät schafft es kein anderes Netzteil aus meinem Fundus, den 3.450-mAh-Akku des Google-Phablets so schnell und zuverlässig mit Strom zu versorgen. Ich habe das Smartphone in der Regel bei einem Akkustand von unter 20 Prozent an die Powerbank geklemmt und konnte es über einen Zeitraum von mehreren Tagen drei Mal voll aufladen. Dabei hatte der Ansmann-Akku immer noch Reserven, sodass ich auch ohne exaktes Nachmessen an die angegebene Kapazität glaube. Erfreulicherweise stieg die Akkuanzeige des Smartphones auch dann an, wenn ich es zum Telefonieren verwendet oder gar den Bildschirm zum Surfen aktiviert habe – hier kapitulieren Mobil-Akkus erfahrungsgemäß des Öfteren.

Powerbank Test

Über den Micro-USB-Anschluss (links) kann die Powerbank von Ansmann ganz bequem am PC oder mit einem handelsüblichen USB-Ladegerät an der Steckdose wieder aufgeladen werden.

Die Ansmann Powerbank trifft auf das iPad 3 von Apple

Selbst Apples oft verschmähtes iPad 3, seines Zeichens die Nemesis unzähliger Ladegeräte von Drittanbietern, arbeitete mit der Ansmann Powerbank zusammen – aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen schätze ich das ganz besonders am Ansmann-Akku. Zwar dauerte das Aufladen hier lange, doch selbst das 12-Watt-Netzteil von Apple schafft es nicht, das störrische Retina-iPad besonders schnell mit Strom zu versorgen.

Auch sonst konnte ich alle Akku-Geräte meines Fuhrparks problemlos mit Strom aus der Ansmann Powerbank versorgen. Ich habe sie unter anderem mit dem Kindle, einer Sony RX 100 II-Kamera, diversen Smartphones und Bluetooth-Kopfhörern getestet und immer kam genug Strom an. Auch bei der Auswahl der verwendeten Kabel zeigte sich der Universal-Akku im positiven Sinne anspruchslos, wobei qualitativ schlechtere Kabel freilich weniger Energie liefern – das ist aber kein Vorwurf an die Powerbank!

Die Ansmann Powerbank schaltet sich automatisch aus

Schön: Sobald der Akku des angeschlossenen Geräts voll ist, schaltet sich die Ansmann Powerbank automatisch ab und vergeudet damit keine Energie. Ein weiterer Pluspunkt ist die sogenannte „Multi Safe Technology“, die vor Kurzschlüssen schützt. Sobald die Spannung des angeschlossenen Geräts unter 3,1 Volt absinkt, deaktiviert sich die Ansmann Powerbank automatisch und vermeidet dadurch Schäden am geladenen Gerät – ein tolles Feature, das bei günstigen Akku-Packs leider keine Selbstverständlichkeit ist! Im Testzeitraum konnte ich zudem nicht feststellen, dass die Ansmann Powerbank bei Nichtnutzung an Leistung verliert. Sobald sie wieder zum Einsatz kam, lieferte sie stets die benötigte Energie.

Ansmann Powerbank 10.4

Der Überladeschutz sorgt dafür, dass die Powerbank (hier im Zusammenspiel mit einem Ansmann 4-Port-USB-Ladegerät) den Ladevorgang automatisch beendet, sobald das angeschlossene Gerät aufgeladen ist.

Fazit: Ein zuverlässiger Begleiter

Die Ansmann Powerbank erwies sich im Test als zuverlässiger Begleiter und konnte mich von meinen ständigen Akkusorgen befreien. Einmal geladen liefert der mobile Akku mehrere Tage lang Energie für meinen Unterwegs-Fuhrpark. In der Praxis ertappte ich mich als Geräte-Nerd gelegentlich dabei, mir einen zweiten USB-Anschluss für die Powerbank zu wünschen. So könnte ich beispielsweise gleichzeitig mein Smartphone und meine treuen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer unterwegs mit Strom versorgen. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, erfüllt die Ansmann Powerbank 10.4 doch ihre Kernkompetenz genauso, wie ich es von ihr erwarte. Wer viel abseits von Steckdosen unterwegs ist, darf bedenkenlos zugreifen.

Kompatible Smartphones (Auswahl): Die Ansmann Powerbank ist mit einer Vielzahl von Smartphones, E-Reader, und Tablets kompatibel, wie z.B. Amazon Kindle/ Kindle Paperwhite / Kindle Voyage, iPhone 4 / 4S / 5 / 5S / 5C / 6 / 6 Plus, Samsung Galaxy S2 / S3 / S3 mini / S4 / S4 mini / S5 / S5 mini / S7582 DuoS2 / Note 2 / Note 3 / Note 4, Sony Xperia M2 / Z1 / Z2 / Z3, Huawei Ascend P7 / P7 Mini / Y530, HTC One (E8 / M8) / One mini 2, Motorola Moto G / G2 / E, Nokia Lumia 530 / 535 / 630 / 930, Microsoft Lumia 535, LG G2 / G3 und viele weitere Geräte.

Lesetipp der Redaktion: Wo liegt der Unterschied zwischen Micro-USB, Mini-USB, USB-C und Thunderbolt 3? …mehr