Handlich, leistungsstark, robust: Ansmann Agent 5 im Test

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Taschenlampen gibt es wie Sand am Meer, doch nur wenige haben so viel Leuchtkraft wie die Ansmann Agent 5. Aber Leuchtkraft alleine macht noch lange keine gute Taschenlampe aus. Wir haben uns deshalb angesehen, ob sich die LED-Hochleistungstaschenlampe auch im Praxiseinsatz bewährt.

Es ist schon etwas länger her, dass ich eine Taschenlampe in der Hand hatte, und das hat verschiedene Gründe: Einerseits habe ich keine gebraucht, andererseits habe ich noch viele schlimme Erinnerungen an das Glühbirnen-Zeitalter. Nur Profi-Geräte wie die schweren und großen MAG-LITES boten ausreichend Leistung und Stabilität, um im Alltag sinnvoll zu sein, allerdings sind das eher Baseballschläger als Taschenlampen. Die Batterien waren oft schnell leer und wenn Feuchtigkeit ins Gehäuse kam, setzte das große Gammeln ein. Heute ist das anders: Professionelle Taschenlampen verwenden stromsparende LED- oder Lasertechnik und besitzen ein wasserdichtes Gehäuse. Dicke Babyzellen sind ebenso Geschichte wie die lausigen Funzeln, die man einst Glühbirnen nannte. Und das ist auch gut so, wie die Ansmann Agent 5 mit LED-Technik beweist.

Ansmann Agent 5: Handliche Outdoor-Taschenlampe

Auf den ersten Blick ist die Ansmann Agent 5 relativ unscheinbar. Mit einer Länge von 13,4 Zentimetern, einem Griffdurchmesser von 3,1 Zentimetern und einem Gewicht von 188 Gramm liegt die kleine, schwarze Taschenlampe gut in der Hand. Im Gewicht enthalten sind bereits vier der acht mitgelieferten AAA-Zellen, die für den Betrieb benötigt werden, womit die LED-Hochleistungstaschenlampe nach dem Auspacken sofort einsatzbereit ist. Zudem befindet sich am Batteriefach ein Gürtelclip, der bei Bedarf abgenommen werden kann. Damit passt die Taschenlampe in jedes Marschgepäck und benötigt kein zusätzliches Zubehör, um transportiert zu werden. Der Gürtelclip sitzt fest am Hosengurt und durch das niedrige Gewicht – nur geringfügig mehr als ein aktuelles Smartphones – kann die Taschenlampe auch bequem am Körper getragen werden.

Ansmann Agent 5

Die erhöhten Enden am Lampenkopf bieten optimalen Schutz für die Linse und eignen sich zum Beispiel auch zum Zertrümmern von Autoscheiben bei der Rettung eines Unfallopfers oder im Extremfall zur Selbstverteidigung.

Das Design gefällt, weil es unauffällig und praxisorientiert ist: Es gibt zwei Schraubverschlüsse, einen für das Batteriefach und einen für die Linse sowie einen „taktischen Schalter“ am Ende des Taschenlampenkörpers, der die Betriebsmodi regelt und die Bedienung sehr leicht gestaltet.

Ansmann Agent 5: Wasserdicht, staubgeschützt und stoßfest

Das solide Aluminiumgehäuse der Agent 5 ist nach IP67 zertifiziert. Das bedeutet, dass es völlig staubdicht und sogar gegen kurzzeitiges Untertauchen geschützt ist. Zwar ist die Ansmann keine Unterwasser-Taschenlampe, ein Sturz in eine Pfütze ist aber kein Problem. Damit ist sie bei typischem deutschem Schmuddelwetter der ideale Begleiter: Selbst ein sommerlicher Platzregen kann ihr wenig anhaben. Und auch in Sachen Robustheit muss sich die kleine Taschenlampe mit dem solide verarbeiteten Aluminiumgehäuse nicht verstecken. Der Hersteller gibt an, dass Sturzhöhen von bis zu drei Metern die Funktionsfähigkeit des Geräts nicht beeinflussen.

Agent 5 Taschenlampe LED

Dank Schutzgrad IP67 ist die Agent 5 von Ansmann vollständig gegen Staubeintritt und Wasser bis zu einer Tiefe von 1 Meter geschützt.

In meinem Test überstand die Lampe einen Sturz aus zwei Metern auf Fliesenboden so gut, dass ich mir eher Sorgen um die Fliesen als um die Lampe machen musste. Anschließend hatte das Lampengehäuse nicht einmal einen Kratzer, allerdings dürfte das eloxierte Gehäuse beim Sturz auf Asphalt oder Gestein zumindest die eine oder andere Macke davontragen.

Ansmann Agent 5: Enorme Leuchtkraft

Doch wie steht es mit der Kernkompetenz jeder Taschenlampe, der Leuchtkraft? Der Hersteller gibt für die 5-Watt-LED eine Lichtleistung von 220 Lumen beziehungsweise eine Helligkeit von 13.000 Lux an. Das ist zunächst nicht so viel – selbst billige Energiesparlampen haben in aller Regel höhere Werte. Allerdings bestehen diese aus zahlreichen ringförmig angeordneten LEDs und sollen möglichst diffus Licht abgeben. Die Ansmann Agent 5 hingegen konzentriert die gesamte Lichtleistung auf einer einzigen, fast schon als brutal hell zu bezeichnenden Diode, deren Leuchtkraft zusätzlich durch eine Linsenoptik im Leuchtkörper gezielt gebündelt wird. Das Resultat ist ein starkes Leuchten, das an einen Beamer erinnert: Obwohl kein Laser verbaut ist, sind sowohl auf der Taschenlampe als auch auf der Packung Laser-Warnschilder angebracht. Wer direkt hineinschaut, kann sich minutenlang über tanzende blaue Flecken freuen, weshalb man das tunlichst unterlassen sollte.

Agent 5 Ansmann Allyouneed

Das Aluminiumgehäuse besteht aus hochfestem, hart eloxiertem Flugzeugaluminium. Es ist äußerst resistent gegen Kratzer, Abrieb und Korrosion und ermöglicht den Einsatz unter widrigsten Bedingungen.

Das starke Licht hat allerdings den Vorteil, dass die Lampe unter optimalen Bedingungen bis zu 700 Meter weit strahlt. Im Test war der Lichtstrahl dann aber ausgesprochen schwach und der Lichtkegel riesig. Im praktischen Einsatz dürfte die Lampe allerdings sowieso eher im Nahbereich von 0,5 bis 200 Meter eingesetzt werden – und da produziert sie schon bei Dämmerung einen ausgesprochen hellen, sauber abgegrenzten Lichtkegel mit angenehmer Lichttemperatur.

Ansmann Agent 5: Bedienung erfordert ein wenig Übung

Viel Licht liefert die kleine Taschenlampe also zweifellos. Und dank des einzelnen Schalters an der Hinterseite ist die grundlegende Bedienung kinderleicht: Einmal feste drücken schaltet die Lampe an, ein erneutes Drücken schaltet sie wieder aus. Leichtes Drücken schaltet sie nur so lange an, wie der Finger auf dem Schalter ruht, wodurch sich die Taschenlampe auch zum Morsen eignet.

LED Taschenlampe günstig

Über den taktischen T4-Funktionsschalter sind vier verschiedene Leuchtmodi wählbar: Morse, 100 Prozent Leuchtkraft, 20 Prozent Eco-Modus und Stroboskoplicht.

Allerdings ist die Bedienung des Schalters nicht immer einfach, da er noch einige Sonderfunktionen besitzt. So lässt sich die Helligkeit auf 20 Prozent reduzieren und die Lampe in einen Notfall-Blinkmodus versetzen, was durch leichten Druck bei eingeschaltetem Gerät möglich ist. Die Lampe schaltet dann nacheinander zwischen voller Leistung, 20 Prozent Leuchtkraft und Dauerblinken um, allerdings ist der Druckpunkt nicht wirklich sauber gelöst – man muss ein wenig üben, um die richtige Einstellung auf Anhieb zu erwischen und die Lampe nicht aus Versehen wieder auszuschalten. Dafür sorgt die klare Trennung zwischen festem und weichem Druckpunkt immer für zuverlässiges Ein- und Ausschalten, die zusätzlichen Betriebsmodi sind eindeutig getrennt.

Fazit: Die perfekte Taschenlampe für Outdoor-Fans

Abgesehen von dem (kleinen) Druckpunkt-Problem des Schalters ist die Ansmann Agent 5 eine nahezu perfekte Taschenlampe. Keine Spur mehr von den Nachteilen, die die Taschenlampen meiner Jugend zu so ärgerlichen Gerätschaften machten: Sie ist handlich, ausgesprochen robust und liegt gut in der Hand. Dank ihres geringen Gewichts und ihrer kompakten Bauweise ist sie – auch aufgrund des Gürtelclips – ein praktischer Begleiter in jeder Outdoor-Lebenslage, dürfte aber wegen ihrer Leuchtkraft auch Computerbastler, Autoschrauber oder Handwerker glücklich machen. Und durch die angenehme Lichttemperatur könnte sogar der ein oder andere Fotograf die Taschenlampe als praktische Lichtquelle schätzen lernen.

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