Ansmann 4-Port-USB-Ladegerät: Kampf dem Netzteil-Chaos

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Smartphone, Tablet, Kamera und Bluetooth-Kopfhörer – immer mehr Akkus verlangen danach, regelmäßig geladen zu werden. Das 4-Port-USB-Ladegerät von Ansmann will hier helfen, lassen sich doch bis zu vier Geräte gleichzeitig laden. Wir machen den Test, wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert.

Was gehört eigentlich zu den schlimmsten Aufgaben im Alltag eines Technikjournalisten? Die Testgeräte-Logistik? Vielleicht. Die Buchhaltung? Nicht schön. Doch ein anderer, oft unterschätzter Fallstrick macht mir das Leben in unregelmäßigen Intervallen zur Hölle: das Akkumanagement der Geräte in meinem Büro. Neben meinem persönlichen Fuhrpark habe ich in schöner Regelmäßigkeit einen Haufen Testgeräte in Form von Smartphones, Tablets und anderen netten Gadgets im Haus. Und die müssen natürlich regelmäßig ans Ladegerät. Genau hier versprechen Multi-Ladegeräte wie der 4-Port-USB-Lader mit einer Ausgangsstromstärke von 6,8 Ampere von Ansmann die Erlösung. Bis zu vier Geräte gleichzeitig aufladen, dabei nur eine Steckdose belegen, kein Rumhantieren mit x-verschiedenen Netzteilen – es klingt wunderbar. Im Test muss das Multi-Ladegerät von Ansmann beweisen, ob es wirklich als Ersatz für die diversen Originalladegeräte dienen kann.

Ladegerät Test

Der 4-Port-USB-Lader von Ansmann ist ein kompaktes und platzsparendes Universal-Ladegerät mit vier USB-Ports.

Der Ansmann 4-Port-Lader im Detail

Der Ansmann 4-Port-Lader kommt in einem kompakten Kunststoffgehäuse (Außenmaße: 100 × 49 × 25 mm). Das Chassis ist erfreulich stabil und hält auch einem kräftigen Biegeversuch stand, ohne zu knarzen oder gar nachzugeben. Die vier USB-Ports sind in Zweiergruppen auf der Oberseite untergebracht. Sind sie voll belegt, ist ein wenig Kabelmanagement angesagt, was aber in der Natur der Sache liegt. Praktisch: Ansmann hat auf der Rückseite vier kleine Gumminoppen untergebracht, sodass das Ladegerät auf glatten Flächen nicht so leicht verrutscht. Gegen kräftiges Kabelziehen bringen sie zwar nichts, doch sie erleichtern das Handling vor allem auf dem Schreibtisch. Ansmann garantiert, dass sowohl das Ladegerät als auch die angeschlossenen Geräte vor Kurzschlüssen durch Überspannung geschützt sind. In Kombination mit der dreijährigen Garantie aufs Netzteil sorgt das – zumindest bei mir – für einen Vertrauensvorschuss.

Ladegerät Ansmann USB Test

Die automatische Kontrolle über Ausgangsspannung- und strom schützt das Endgerät sowie das Ladegerät vor Überlastung und Kurzschluss.

Das Ladegerät selbst wird über ein gut 90 Zentimeter langes Kabel mit klassischem Euro-8-Anschluss mit der Steckdose verbunden. Angenehmer Nebeneffekt: Das Ansmann-Netzteil fungiert im Vergleich zu den mitgelieferten Smartphone-Netzteilen als Verlängerungsschnur. So konnte ich dank des Chargers beispielsweise mit meinem Sony-Tablet entspannt auf der Couch daddeln, während das Original-Ladegerät bei meiner Wohnzimmer-Konfiguration mit einer zu kurzen Schnur passen muss.

Energie vom Nexus bis zum iPad

Ich habe das Ansmann 4-Port-USB-Ladegerät im Test mit vielen (und damit meine ich wirklich VIELEN) USB-Geräten malträtiert. Die beste Nachricht zuerst: Ob Smartphone, Kamera, Kopfhörer oder Tablet, das Netzteil konnte jeden Akku zuverlässig mit Strom versorgen. Auch USB-C-Geräte wie mein Nexus 6p betankte das Ansmann-Universal-Netzteil problemlos mit neuer Energie. Ich erwähne das an dieser Stelle, weil manch altes USB-Ladegerät nur ungern mit den neuen USB-Kabeln zusammenarbeitet. Apropos: Wie bei jedem USB-Ladegerät machen die verwendeten Kabel auch beim Ansmann-Vertreter einen Unterschied aus. Schlechte Kabel mit hohem Widerstand liefern weniger Energie als USB-Strippen von hoher Qualität. Wer – wie ich – über die Jahre eine Schublade voll mit USB-Kabeln gesammelt hat, sollte beim Test des Ladegeräts verschiedene Modelle durchprobieren.

Ansmann Ladegerät

Durch seinen sehr geringen Stand-by-Verbrauch im Vergleich zu anderen USB-Ladegeräten ist das intelligente Highspeed-USB-Ladegerät nicht nur effizient, sondern auch ökonomisch.

Bei mir bleibt keinem Ladegerät der Test mit dem iPad 3 erspart. Die oft verschmähte Retina-Premiere von Apples Tablet-Reihe ist nach meinen Erfahrungen eines der zickigsten Geräte überhaupt, wenn es um externe Akkuladegeräte geht. Doch schon nach ein paar Minuten an einem der vier USB-Ports des Ansmann-Laders kann ich Entwarnung geben: Die Akkuanzeige des iPad 3 krabbelt kontinuierlich nach oben – sogar dann, wenn ich das Retina-Display mit voller Helligkeit befeuere. Die Ladegeschwindigkeit bewegt sich dabei ungefähr auf dem gleichen Niveau wie beim Original-Charger von Apple. Die Basistests hat Ansmanns Highspeed-Ladegerät damit problemlos bestanden.

Das 4-Port-USB-Ladegerät von Ansmann im Härtetest

Doch wie sieht es aus, wenn ich alle vier Ports gleichzeitig belaste? Natürlich habe ich auch das getestet. Zu diesem Zweck habe ich neben Nexus 6p und iPad 3 noch einen Apple iPod Nano der fünften Generation und das schon erwähnte Sony Xperia Z3 Tablet an das Ansmann-Ladegerät geklemmt. Die gute Nachricht: Alle Geräte wurden konstant mit Strom versorgt. Insgesamt lief der Ladevorgang aber durchaus verlangsamt ab.

Brauchte beispielsweise das Nexus 6p im Alleingang ca. fünfzig Minuten, um den halbvollen Akku aufzufüllen, meldete es bei diesem extremeren Szenario rund anderthalb Stunden Ladezeit. Das 4-Port-Ladegerät verteilt seine 6,8 Ampere Strom dabei möglichst effizient unter den angeschlossenen Geräten. Fairerweise sei gesagt, dass ich dieses Versprechen nicht mit wissenschaftlicher Korrektheit prüfen kann. Meine praktischen Erfahrungen beim Aufladen von vier Geräten gleichzeitig zeigen aber, dass das Ansmann USB-Ladegerät 6.8 A genug Power liefert, um alle verbundenen Akkus zu laden. Um es kurz zu machen: Auch an dieser Front überzeugt mich das Multi-Netzteil.

Eine super Ladegerät für den Urlaub

Ein großer Pluspunkt für den 4-Port-Highspeed-Loader ist definitiv seine kompakte Bauform. Mit seinen rund 190 Gramm (ohne USB-Kabel) fällt er im Koffer oder auch im Rucksack praktisch überhaupt nicht ins Gewicht. Das macht sich auf Reisen gleich doppelt positiv bemerkbar: Einerseits muss ich für mehrere Geräte nur noch ein Ladegerät einpacken, andererseits bleibt Platz für wichtigere Dinge. Da der Ansmann-Lader via Adapter auch mit anderen Stromnetzen kompatibel ist, haben Reisende hier wirklich einen Vorteil. Die in vielen Hotels immer noch raren freien Steckdosen müssen ebenfalls nicht mehr mit mehreren Netzteilen verstopft werden. Ich persönlich würde das Ladegerät vor allem für Kurzreisen zu Messen oder anderen geschäftlichen Terminen einplanen, weil es perfekt in den Handgepäck-Trolley passt – jedenfalls besser, als drei oder vier klassische Netzteile.

Ansmann 4-Port-USB-Lader

Der 4-Port-USB-Lader verfügt über eine intelligente Ladesteuerung, welche automatisch das angeschlossene Gerät (hier eine Powerbank von Ansmann) erkennt und den optimalen Ladestrom verwendet. Somit wird das Endgerät automatisch schnellstmöglich geladen.

Mein Fazit zum 4-Port-USB-Ladegerät

Der 4-Port-USB-Lader von Ansmann gibt sich im Test keine Blöße. Was auch immer ich auf ihn loslasse, er versorgt ausnahmslos jeden Akku mit Strom. Dabei kann er nicht immer mit der Ladegeschwindigkeit der Originalnetzteile mithalten – vor allem mein Nexus 6p ist mit dem Original-Schnellladegerät deutlich flotter aufgetankt – doch das verzeihe ich ihm gerne. Warum? Weil das Vierer-Netzteil eben vier Original-Ladegeräte ersetzen kann. Das verringert das Steckdosen-Chaos, sorgt auf Reisen für mehr Platz im Koffer und bündelt meine Ladekabel an einem zentralen Ort.

Für den fairen Preis von unter 20 Euro ist das Ansmann-Ladegerät eine Top-Lösung, um einen breiten Gerätefuhrpark mit Energie zu versorgen. Im Testzeitraum hat mir der Ansmann-Charger beispielsweise bei einem Smartphone-Vergleichstest geholfen – vier von fünf Geräten gleichzeitig laden zu können, machte das Testerleben um einiges leichter!