ADAC-Test: Das sind die besten Winterreifen 2016

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Ihre Winterreifen haben die besten Jahre hinter sich, sind abgefahren und haben keine ausreichende Profiltiefe mehr? Dann wird es dringend Zeit für neue Pneus. Doch welche Reifen sind empfehlenswert? Wie viel Geld muss man ausgeben? Und: Müssen es Winterreifen von einem Markenhersteller sein? Der aktuelle Winterreifentest des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs e. V. (ADAC) liefert die Antworten!

Es fröstelt einen, wenn man die Haustür aufmacht. Im Auto wird morgens als erstes die Heizung angedreht. Klarer Fall: Der Winter steht vor der Tür! Für Autofahrer bedeutet das: Winterreifen aufziehen, bevor einen der erste Schnee überrascht. Am besten nutzen Sie Ihren nächsten Werkstattbesuch auch gleich dazu, das Reifenprofil Ihrer Winterreifen überprüfen zu lassen – vielleicht ist es mal wieder Zeit für eine Neuanschaffung!

Winterreifen Test

Die Empfehlung der ADAC-Tester: Bei Schnee besser zum Spezialisten, also zum „echten“ Winterreifen greifen.

Bei Eis und Schnee rät der ADAC zu Winterreifen

Welche aktuellen Winterreifen empfehlenswert sind, hat der ADAC (Link) in einem großen Test unter die Lupe genommen. Getestet wurden 15 Reifen für Kleinwagen und Kompaktwagen (Reifengröße 186/65 R15) und 13 Winterpneus für die Mittelklasse (Reifengröße 225/45 R17). Der ADAC hat das Fahrverhalten der Reifen bei trockener Fahrbahn, bei Nässe, Schnee und Eis untersucht. Ebenfalls mit in die Bewertung flossen die Geräuschentwicklung, der Spritverbrauch und der Verschleiß ein. Als Testwagen fungierte im Kompaktbereich ein Renault Clio. In der Mittelkasse kam ein VW Golf VII zum Einsatz.

Winterreifentest 2016

Der ADAC führte seinen Winterreifentest für die Dimensionen 185/65 R15 88 T (Kleinwagen: z.B. Renault Clio und Opel Adam) und 225/45 R17 H (Mittelklassewagen: z.B. BMW 3er und Audi A4) durch.

Kleinwagen: Zwei Winterreifen schnitten mit „mangelhaft“ ab

Dass es keineswegs egal ist, bei welchem Winterreifen man zugreift, zeigt ein Blick auf die Testergebnisse. So schnitten bei den Pneus für Kleinwagen und Kompakte von 15 getesteten Reifen nur zwei mit der Endnote „gut“ ab. 11 Reifen bekamen vom ADAC das Prädikat „befriedigend“ verliehen, während vom Kauf von zwei Reifen, die die Note „mangelhaft“ erhielten, explizit abgeraten werden muss. Testsieger wurde in dieser Kategorie der Goodyear UltraGrip 9, gefolgt vom Michelin Alpin A4. Die Meinung der ADAC-Tester: Beide präsentierten sich mit guten Fahreigenschaften auf jedem Untergrund. Der Goodyear sicherte sich zudem die Bestnote beim Spritverbrauch. Der Michelin landete in der Kategorie Verschleiß auf Platz 1. Die Reifen, die im Test durchfielen, waren die Modelle Firestone Winterhawk 3 und Kleber Krisalp HP2. Beide zeigten mangelhafte Fahreigenschaften auf nasser Fahrbahn.

Winterreifen ADAC Test 2016 Kleinwagen Kompakte

ADAC-Winterreifentest 2016: Die Top 5 der Kategorie Kleinwagen und Kompakte. Testsieger ist der Goodyear UltraGrip 9.

Übrigens: Dass man auch mit günstigen No-Name-Winterreifen im wahrsten Sinne des Wortes gut fährt, zeigt das Ergebnis des Esa-Tecar Super Grip 9, der mit einer Endnote von 2,8 auf einem guten fünften Platz landete.

Mittelklasse: Nur ein Mal „gut“

Im Test der Winterreifen für Mittelklassewagen verlieh der ADAC nur einem der 13 Modelle die Endnote „gut“. 10 Reifen schnitten mit „befriedigend“ ab und für zwei Modelle reichte es lediglich zu einem „ausreichend“. Testsieger wurde der Reifen Dunlop Winter Sport 5. Der Pneu präsentierte sich besonders gut auf Nässe und Schnee und überzeugte auch auf trockener sowie vereister Fahrbahn. Zudem schont der Reifen den Spritverbrauch. Die beiden Winterreifen, die auf den letzten Plätzen landeten, waren die Marken Matador MP92 Sibir Snow und BF Goodrich G-Force Winter. Hier sorgten schlechte Fahreigenschaften bei nasser Fahrbahn für Abwertungen. Auf Schnee hingegen zeigten die Reifen gute Ergebnisse.

Winterreifen Test 2016 ADAC Mittelklasse

ADAC-Winterreifentest 2016: Die Top 5 der Kategorie Mittelklassewagen. Testsieger ist der Dunlop Winter Sport 5.

Ein interessantes Detail offenbart der Blick auf die komplette Testtabelle: Hier landet nämlich der Firestone Winterhawk 3 auf einem guten dritten Platz (Testnote 3,0) und sichert sich sogar die Bestnote auf Eis. Zur Erinnerung: Bei den Klein- und Kompaktwagen war der Firestone Winterhawk 3 ebenfalls im Testfeld – und landete mit einem „mangelhaft“ auf dem vorletzten Platz. Sie sollten bei Ihrer Kaufentscheidung also sehr genau darauf achten, welche Reifengröße Sie für Ihren Wagen brauchen!

Fazit: Genau hinschauen, welche Winterreifen Sie kaufen!

Der ADAC-Test deckt es auf: Die Qualitätsunterschiede zwischen den Winterreifen sind enorm. Wer auf nasser Fahrbahn, bei Eis und Schnee sicher unterwegs sein will, sollte nicht irgendwelche Reifen kaufen, sondern zu den Testsiegern greifen. Das kann im Ernstfall den Unterschied ausmachen, ob Sie rechtzeitig zum Stehen kommen oder nicht!

Lesetipp der Redaktion: Wenn die Temperaturen fallen, fällt auch der Ladebalken: Wie alle Batterien besitzen auch Smartphone- und Kamera-Akkus bei winterlicher Kälte eine geringere Lebensdauer. Das Resultat: Der Akku ist deutlich schneller leer. Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor dem winterlichen Stromverlust.