8 Tricks für mehr Akkulaufzeit bei iPhone und iPad

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iPhone und iPad sind hervorragende mobile Begleiter, ihr Hunger nach Strom ist jedoch ebenfalls legendär, bei normaler Benutzung lutschen Apples Premium-Smartphones und -Tablets den integrierten Akku in Windeseile leer. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, die Gier der Geräte einzugrenzen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Tipp 1: Display-Helligkeit dimmen

Das hochauflösende Retina-Display von iPhone und iPad ist alles andere als stromsparend. Besonders die Hintergrundbeleuchtung ist ein echter Akkufresser, weshalb es sinnvoll ist, sie möglichst weit zu reduzieren und die automatische Helligkeitsanpassung zu deaktivieren. Die entsprechende Option gibt es entweder über das Kontrollzentrum, was ab iOS 7 mit einem Fingerwisch vom unteren Bildschirmrand aufgerufen wird. Oder über das Einstellungen-Menü im Punkt „Anzeige & Helligkeit“ – hier lässt sich auch gleich die automatische Helligkeits-Anpassung deaktivieren.

Tipp 2: Optische Effekte reduzieren

Grundsätzlich gilt bei iPhones und iPads wie bei allen anderen Computern: Alles, was das System auslastet, ist potentiell auch ein Stromfresser. Gerade ältere iPhones und iPads haben mit einigen der seit iOS 7 neuen optischen Effekte zu kämpfen, was zum Teil so weit geht, dass das iPhone oder iPad nur noch sehr langsam reagiert. Das ist nicht nur extrem lästig, sondern verkürzt eben auch die Batterielaufzeit.

iPhone 5S: Eine Akkuladung reicht für zehn Stunden Gesprächszeit (Herstellerangabe).

iPhone 5S: Eine Akkuladung reicht für zehn Stunden Gesprächszeit (Herstellerangabe).

Doch es gibt einen einfachen Trick, die optischen Effekte zu reduzieren: Im Einstellungen-Menü unter „Allgemein“ gibt es das Untermenü „Bedienungshilfen“, das seinerseits den Schalter „Bewegung reduzieren“ enthält. Nach dem Einschalten werden die grafischen Effekte reduziert wiedergegeben, was nicht nur Systemleistung freischaufelt, sondern auch den Akku deutlich entlastet.

Tipp 3: Nicht benötigte Schnittstellen deaktivieren

Das iPhone und das iPad nehmen mit einer Reihe von Schnittstellen Kontakt zur Außenwelt auf: WLAN, Bluetooth und natürlich über das Mobilfunk-Modem sorgen dafür, dass die Geräte jederzeit mit dem Internet und anderen Endgeräten verbunden bleiben. Allerdings wirkt sich diese Verbindungsfreude nicht unerheblich auf die Akku-Laufzeit aus. Wenn Sie zumeist im heimischen WLAN unterwegs sind, können Sie zum Beispiel auf dem iPad das Modem über den Eintrag „Mobile Daten“ im Einstellungen-Menü deaktivieren. Falls Sie keine Peripheriegeräte wie Tastaturen oder Bluetooth-Kopfhörer nutzen, sollten Sie auch die Bluetooth-Schnittstelle über das Kontrollzentrum abschalten. Andersherum kann unterwegs der WLAN-Empfänger, der permanent nach neuen WLANs sucht, deaktiviert werden, da hier ja die 3G/4G-Verbindung genutzt wird. Und falls Sie auf dem Weg zur Arbeit auf Ihrem iPhone oder iPad ein eBook lesen oder nur Musik hören, hilft auch die Aktivierung des Flugmodus dabei, die Akku-Laufzeit über den Tag deutlich zu verlängern.

Tipp 4: Apps regelmäßig beenden und ausmisten

Neben den Verbindungen sind natürlich auch aktive Apps ein nicht unerheblicher Faktor zum Stromsparen. Alle iPhones und iPads besitzen eine Multitasking-Funktion, die einmal gestartete Apps im Hintergrund aktiv hält, was nicht nur den Prozessor belastet, sondern auch die Akkulaufzeit verringert. Beenden Sie daher von Zeit zu Zeit alle im Hintergrund aktiven Apps, die Sie nicht mehr benötigen, indem Sie doppelt auf dem Home-Knopf drücken. Nicht mehr benötigte Hintergrund-Apps können Sie durch einen Wisch nach oben schließen. Zusätzlich sollten Sie von Zeit zu Zeit nicht mehr benötigte Apps von Ihrem Gerät löschen: Diese verursachen im Zweifel Hintergrundprozesse im System, die den Akku leeren, ohne dass die App überhaupt benutzt wird.

Tipp 5: Hintergrundaktualisierung unterbinden

Die praktische Hintergrundaktualisierung erlaubt auf dem iPhone oder iPad installierten Apps, im Hintergrund Daten aus dem Internet zu ziehen oder Daten zu sammeln, ohne dass die App aktiv ist. Das ist praktisch, kann jedoch je nach Anwendung ein echter Akkufresser sein. Schon deshalb sollten Sie nach jeder App-Installation überlegen, ob es nötig ist, dass das Programm im Hintergrund Daten erhebt oder ihre Inhalte aktualisiert – und es bei Apps unterbinden, wo das nicht nötig ist. Öffnen Sie dazu den Punkt „Allgemein“ in den Einstellungen, hier finden Sie das Menü „Hintergrundaktualisierung“, wo Sie die Funktion entweder global abstellen oder für einzelne Apps abstellen können.

Tipp 6: Automatische Updates deaktivieren

Wer viele Apps hat, muss auch viele App-Updates einspielen. Seit iOS 7 gibt es hierfür die praktische Funktion, Updates automatisch im Hintergrund durchzuführen: Das System spielt neue App-Versionen einfach ein, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen. Der Vorteil ist sicherlich die Zeitersparnis, der Nachteil ist jedoch, dass iPhone oder iPad hierdurch ständig Updates suchen und einspielen, was zulasten der Akku-Laufzeit geht. Deaktivieren Sie die Funktion im Punkt „iTunes und App Store“ im Einstellungen-Menü, indem Sie unter „Automatische Downloads“ die „Updates“ abstellen. Zusätzlich können Sie auch den Punkt „Mobile Daten verwenden“ abschalten, wodurch Sie zusätzlich kostbares Datenvolumen sparen, weil automatische Downloads nur noch im WLAN durchgeführt werden.

Tipp 7: Nicht benötigte Cloud-Dienste abschalten

Apples iCloud ist ein praktischer Helfer, allerdings auch ein echter Stromfresser, da ständig Daten mit der Cloud abgeglichen werden. Doch auch viele andere Apps verwenden Cloud-Dienste, zuvorderst natürlich Apps wie Dropbox oder Google Drive sowie viele andere. Prüfen Sie, welche Dienste Sie wirklich benötigen und deaktivieren Sie im Menü „Einstellungen“ im Punkt „iCloud“ Dienste, auf die Sie verzichten können. Wiederholen Sie das bei Ihren einzelnen Cloud-Apps oder deinstallieren Sie gleich alle Programme mit Cloud-Anbindung, auf die Sie verzichten können.

Tipp 8: Suchmaschinen- und Spotlight-Vorschläge deaktivieren

Mit den Suchmaschinen- und Spotlight-Vorschlägen ist der Safari-Browser in iOS 8 noch eine Spur nützlicher geworden, der Preis dafür ist allerdings auch hier eine erhöhte Akku-Last: Wann immer Sie in der Suchfunktion des Browsers eine Eingabe machen, fragt Ihr iPhone oder iPad auch gleich verschiedene Internet-Dienste ab und lädt obendrein vorab Websites, die als Top-Treffer gelten. Dass das Zulasten der Akku-Laufzeit geht, liegt auf der Hand, die Funktionen deaktivieren Sie in den Einstellungen unter „Safari“, indem Sie dort die Schalter „Suchmaschinenvorschläge“, „Spotlight-Vorschläge“ und „Toptreffer vorab laden“ deaktivieren.