2.000 Watt: Tefal OptiGrill plus XL im Test

0

In unserem Haushalt wird oft und gern gegrillt. Am liebsten klassisch mit Holzkohle. Da sich der Sommer in diesem Jahr zumindest im hohen Norden mehr nass als sonnig zeigte, kam das Angebot, den Tefal OptiGrill plus XL zu testen, gerade recht.

2.000 Watt, neun voreingestellte Grillprogramme, 33 Prozent mehr Grillfläche. Der Tefal OptiGrill plus XL verspricht automatisches Garen mit Sensor und Anzeige der Garstufe für perfekte Grillergebnisse in der Küche, im Garten und auf dem Balkon.

Ich habe getestet, ob der kantige Edelstahl-Elektrogrill dieses vollmundige Marketingversprechen in der Praxis tatsächlich einlöst.

Tefal OptiGrill plus XL Elektrogrill

Der Tefal OptiGrill plus XL bietet 33 Prozent mehr Grillfläche als sein Vorgänger, so dass sich nach einem Grilldurchgang noch mehr Genießer auf optimal gegrillte Köstlichkeiten freuen können.

Unboxing – der erste Eindruck

Der XL-Kontaktgrill macht bereits beim Auspacken einen guten Eindruck und bringt ordentlich Gewicht auf die Waage. Es klappert nichts und die Verarbeitung wirkt solide. Die Edelstahloptik dürfte zu jedem Einrichtungsstil passen. Im Karton sind eine Kurzanleitung, eine ausführliche Bedienungsanleitung sowie Rezepte enthalten. Für ungeduldige Naturen, die sich gern die lästige Lektüre von Handbüchern sparen, genügt der Schnellstart vollkommen. Jeder Schritt wird exakt und kompakt erklärt.

Tefal Elektrogrill

Zum Lieferumfang des Tefal OptiGrill plus XL gehört auch ein Rezeptheft, das für jedes Programm Zubereitungsideen für leckere Grillspezialitäten enthält.

Nach einer schnellen Grundreinigung der Grillflächen muss noch die Fettauffangschale in die entsprechende Öffnung des Gehäuses geschoben werden. Dann kann es auch schon mit dem Grillen losgehen.

Kinderleichtes Grillen mit dem OptiGrill plus XL

Die Grillflächen sind antihaftbeschichtet, trotzdem rät Tefal dazu, die Oberfläche leicht einzuölen. Die Betonung liegt dabei auf leicht. Am besten etwas Öl auf ein Küchenpapier träufeln und damit die Flächen abreiben. Überschüssiges Öl fängt nämlich an zu rauchen. Je nachdem, was gegrillt werden soll, ist es ohnehin ratsam, den Grill – zumindest wenn man ihn im geschlossenen Raum benutzt – unter die Abzugshaube zu stellen. Doch dazu gleich mehr. Um mit dem Grillen zu beginnen, muss zunächst das passende Programm gewählt werden. Neun verschiedene stehen zur Auswahl: Burger, rotes Fleisch, Sandwiches, Würstchen, Fisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Schweinesteak und Bacon.

Tefal OptiGrill plus XL

Der Tefal OptiGrill plus XL verfügt über eine große Auswahl an Automatikprogrammen: Neben Burger, Würstchen, Geflügel, Sandwiches, rotes Fleisch und Fisch gibt es jetzt auch voreingestellte Grillprogramme für Meeresfrüchte, Schweinesteak und Bacon.

Wählen Sie die gewünschte Option mit O.K. aus und schließen Sie den Grill. Dieser beginnt anschließend mit dem Vorheizen. Handelt es sich um tiefgekühlte Ware, kann dies mit einem Zusatzschalter signalisiert werden. Ist der Grill einsatzbereit, was ein paar Minuten dauert, ertönt ein akustisches Signal und das groß Indikatorlicht am Griff leuchtet permanent.

Jetzt kann das Grillgut eingelegt werden. Die Grillflächen sind leicht geneigt, so dass der Bratensaft während des Garens nach unten in die Schale tropft. Damit Würstchen nicht herunterrutschen, sind kleine Erhebungen auf der Grillfläche vorhanden. Nachdem das Gerät geschlossen ist, beginnt der eigentliche Grillvorgang.

Sensorautomatik berechnet Garvorgang

Die Besonderheit des Tefal OptiGrill plus XL besteht in seiner Sensorautomatik. Anhand des gewählten Programms, der Temperatur und der Dicke des Grillgutes berechnet die Automatik den Garvorgang und zeigt diesen mittels der LED an. Gelbes Licht erfreut alle Liebhaber des als „rare“ bezeichneten Zustands, orange steht für den Klassiker „medium“, während die Farbe Rot anzeigt, dass das Fleisch ordentlich durch ist.

Tefal OptiGrill

Der Lichtindikator erlaubt es, den Garprozess direkt zu verfolgen, von „blutig“ über „medium“ bis zu „well-done“. Der jeweilige Garzustand wird dabei sowohl über eine Leuchte als auch mit einem Signalton angezeigt.

Es ist zwar verlockend, immer mal wieder den Grill zu öffnen und sich über den Bräunungszustand der Speisen zu freuen. Allerdings verlängert dies die Wartezeit. Etwas Selbstdisziplin ist also erforderlich. Meine anfängliche Skepsis gegenüber der Automatik ist schnell gewichen. Tefal hat mit dem OptiGrill plus XL wirklich gute Arbeit abgeliefert. Hühnchen, Würstchen und die Königsdisziplin Steak meisterte der Grill ohne Probleme. Was bei dieser Zubereitung naturgemäß fehlt ist das rauchige Aroma von Speisen, die über Kohle gegart wurden.

Wer für die Familie gleich eine ganze Reihe von Portionen zubereiten muss, sollte nicht am falschen Ende sparen und sich tatsächlich für die XL-Oberfläche entscheiden. Tefal gibt in seinen Prospekten an, dass sich hiermit bis zu acht Portionen grillen lassen. Diese Angabe trifft wohl am ehesten auf Würstchen zu. Bei meinem Test konnte ich vier Fleischstücke, zum Beispiel Hühnerbrust, gleichzeitig auf der Grillfläche zubereiten.

Tefal Grill Balkon

Der einzigartige „Automatic Cooking Sensor“ im Fuß des Gerätes misst die Dicke des Grillguts und passt den Grillvorgang automatisch daran an.

Sind die Speisen fertig, müssen Sie für die nächste Portion Grillgut wieder das passende Programm auswählen. Das gilt auch für den Fall, dass eine weitere Ladung der gleichen Fleischsorte zubereitet wird. Man muss also erneut die Vorheizphase abwarten. Deswegen ist der OptiGrill auch eher etwas für kleinere Gruppen. Bei einer großen Party sind Sie mit einem klassischen Grill deutlich schneller. Im Alltag hat es sich in bestimmten Fällen als nützlich erwiesen, den Tefal OptiGrill plus XL unter die Abzugshaube zu stellen oder im Freien zu grillen. Und zwar immer dann, wenn bereits marinierte Speisen (etwa aus dem Supermarkt) verarbeitet werden. Der darauf gestreute Pfeffer entwickelt eine erstaunliche Rauchsäule.

Wichtig: Der Tefal OptiGrill plus XL ist pflegeleicht

Grillfreunde kennen das: Am liebsten würde man ja gleich am nächsten Tag noch mal loslegen – wenn da nicht die lästige Reinigung wäre.

Tefal OptiGrill XL im Test

Die Platten des Tefal OptiGrill plus XL sind antihaftbeschichtet, abnehmbar und spülmaschinengeeignet.

An dieser Stelle überzeugt der Tefal OptiGrill plus XL in allen Belangen. Nach dem Abkühlen werden die Grillflächen einfach mit einem Knopfdruck aus dem Gerät genommen und in die Spülmaschine gesteckt. Das gilt auch für die Abtropfschale, die ebenfalls spülmaschinenfest ist. So beschränkt sich die Reinigung auf ein kurzes Abwischen der Oberflächen. Dieser Grill reinigt sich sozusagen von allein.

Mein Fazit zum Tefal OptiGrill plus XL

Der Grill von Tefal ist eine runde Sache. Das Grillen macht Spaß, die akustische und optische Anzeige hilft beim Zubereiten der leckersten Gerichte und pflegeleicht ist der OptiGrill obendrein. Wenn das Vorheizen noch einen Tick schneller ginge, dann wäre das Gerät perfekt!