Grenzen

 

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Produktbeschreibung

Inhaltsverzeichnis: Inhalt§Barriere§Alle lachten 9§Von der neuen Stigmatisierung der Arbeiterklasse§Owen Jones§Sag mir, wie du wohnst 17 und ich sag dir, wer du bist. Lebensstile als §Grenzziehung§Gunnar Otte§Was heißt Inklusion? 21§Zur Orientierungskraft eines klärungsbedürftigen §Begriffs§Peter Siller§Neukölln für alle 31§Bildungsprojekte und sozialer Aufstieg: Ein Bericht §aus der Praxis§Idil Efe§Draußen vor dem Fester 37§Von Bauarbeitern und Opernbesuchern. Eine Erinnerung§Stefan Huster§Das Gesetz der Schwerkraft 45§Von der Fiktion der Durchlässigkeit des Bildungswesens§Ernst Rösner/Wilfried Bos§Die Stunde der Snobs 51§Bildungsgerechtigkeit zwischen Leistung und Habitus§David Deißner§Ist es links?: No Borders Occupy Me Grenzkonflikte Literatur Musik Film Schlagbaum! Pastis in der EnklaveIntrotext: Wer ist drinnen? Wer draußen?§Mit dem sozialen Gefälle wachsen auch die Grenzzäune - nicht nur zwischen einzelnen Ländern und Regionen, sondern auch innerhalb der Gesellschaften selbst. Häuserzeilen und ganze Stadtviertel verschwinden hinter Mauern und Alarmanlagen - sie werden zu Gated Communities. Türsteher verweigern den Zugang zu exklusiven Räumen, Clubs und Netzwerke versprechen Vorteile für abstiegsgeängstigte Aufsteiger. Wer drin ist, schließt die Tür hinter sich ab! Wie könnte demgegenüber eine neue Politik der Inklusion aussehen? An welchen Orten, durch welche Institutionen kommt die Gesellschaft zusammen? polar 15 wirft einen Blick auf die Grenzpolitik in Europa und den USA, aber auch auf die unzähligen "Illegalen", die inkognito unter uns leben. Ein Heft über die Desolidarisierung der Mitte und den Verlust des öffentlichen Raums, über die Chancen der Inklusion und den Abbau von Blockaden, über die neuen Grenzen in und um Europa, über Grenzverwischungen und geschützte Räume, die nach Grenzziehung verlangen.Probekapitel: Liebe Leserin, Lieber Leser,§in diesem Heft wagen wir uns an Grenzen: räumlich, sozial, kulturell. Je länger unsere Expedition dauert, desto deutlicher wird uns, wie notwendig dieser Grenzgang ist. Wir müssen die Grenzzäune erst einmal sehen, bevor wir darüber reden können, wie wir sie einreißen.§Mit dem sozialen Gefälle wachsen die Grenzzäune nicht nur zwischen Ländern und Regionen, sondern auch in den Gesellschaften. Wer ist drinnen? Wer draußen? Häuserzeilen oder ganze Stadtviertel verschwinden hinter Mauern und Stacheldraht und werden zu Gated Communities nicht nur in Mexiko, sondern auch hier bei uns um die Ecke. Türsteher und Pförtner sind gefragt wie lange nicht mehr: Clubs und Netzwerke versprechen Vorteile für abstiegsgeänstigte Aufsteiger und wer drin ist, schließt die Tür hinter sich ab.§So lässt sich auch das Revival des Türstehers besser verstehen. Ob vor dem Soho House oder an der Pforte zum Townhouse, ob vor dem Faculty-Club oder in der Arztpraxis: Members only! Und so steht eine Gesellschaft in der Schlange und fragt sich: Komme ich rein? Durchatmen, wenn ja. Und schnell wieder die Tür zu.§Unsere Gesellschaft driftet auseinander. Das betrifft nicht nur die wachsende Schere der Einkommens- und Vermögensverteilung. Es betrifft auch und vor allem die konkreten Räume, von denen wir bislang dachten, sie seien öffentlich, also für alle zugänglich. Man verliert sich aus den Augen, obwohl man nur ein Katzensprung entfernt voneinander lebt. So steht die Privatschule neben der Problemschule, stehen Townhouses neben Problemkiez, Biocompany neben dem Penny-Markt. Lifestyle-Restaurants verdrängen die Eckkneipe. Und jeder bleibt schön unter seinesgleichen. Das gilt auch für die kulturellen Räume, in denen die sozialen Grenzen oftmals nicht minder scharf gezogen werden. §Diese Abschottung findet nicht nur bei den Reichen und Superreichen statt, sondern sie greift bis tief in die vielbeschworene "Mittelschicht", in der Solidarbereitschaft und verunsicherungsgetriebene Desolidarisierung konkurrieren. Spätestens dann, wenn es um das Wohlergehen des eigenen Kindes geht, hört für viele der Spaß auf. Und die Mauern um das eigene Milieu wachsen.§Wie steht es unter diesen Vorzeichen um die gesellschaftliche Durchlässigkeit? Wie um das gesellschaftliche Aufstiegsversprechen? Und wie könnte eine neue Politik der Inklusion aussehen?§polar nimmt die 15. Ausgabe auch zum Anlass, um nach problematischen Grenzverwischungen zu fragen. Wie lassen sich bestimmte Lebensformen oder Lebensstile verteidigen? An welchen Orten vertiefen wir unser Spezialwissen, unsere Passionen und Spleens? Wie legen wir Konflikte und Brüche offen und vermeiden faden Crossover? Kurz: Wo macht es Sinn, Grenzen zu ziehen?§Die Arbeiterklasse hatte immerhin ihren klassenkämpferischen Stolz, ein Bewusstsein für die eigene gesellschaftliche Rolle, ihre eigenen Orte. Heute arbeiten die neue ProletarierInnen als PostausträgerInnen oder Pflegekräfte 12 Stunden am Tag und bleiben dennoch vor der Tür, oftmals ohne sich als Autorinnen des eigenen Lebens zu begreifen.§Die Tatsache neuer Grenzzäune gilt umso mehr, wenn wir über den Tellerrand hinausblicken. Dabei erweisen sich auch die räumlichen Mauern und Grenzzäune vielfach als soziale Konstruktion. Die Welt wird immer kleiner, so heißt es. Aber für viele ist es unmöglich von einem Ort an einen anderen zu kommen. Das gilt auch für die Grenze zu Europa, zur Bundesrepublik Deutschland. Am Ende stehen in vielen Fällen Lager, Abschiebung und immer wieder der Tod auf der Flucht. Wer aus dem falschen Land kommt und bei uns sein Glück oder auch nur Arbeit sucht, hat meist keine Chance. Unzählige "Illegale" ohne Papiere leben hier und trauen sich nicht auf die Straße oder zum Arzt. Die im Dunklen sieht man nicht. Eine humane europäische Einwanderungs- und Flüchtlings politik ist nicht in Sicht.§Zu Beginn des Heftes begibt sich polar in die Untiefen der Mittelschicht: Ow

Produktmerkmale

Autor, polarkreis e.V.
Seitenzahl192

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