Der Hobel: Traditionelles Werkzeug zur Holzbearbeitung

Hobel – Holz exakt bearbeiten | AllyouneedHobel

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Traditionelles Tischlerwerkzeug: der Hobel

Werkstück mit Hobel bearbeiten

Der Hobel ist ein jahrhundertealtes Werkzeug zur Bearbeitung von Holz. Eine Klinge im Inneren des Hobels trägt Holz in Spänen vom Werkstück ab. Grundsätzlich unterscheidet man Hand- und Elektrohobel. Den klassischen Handhobel gibt es in Varianten, die sich in der Bauweise unterscheiden. Diese drei Elemente hat aber jeder Handhobel:

  • Hobelkörper: Er liegt mit der Unterseite, der sogenannten Hobelsohle, auf dem Werkstück auf. Am Hobelkörper befinden sich eine Aufnahme für das Hobeleisen sowie Vorrichtungen, um den Hobel zu führen. An der Unterseite befindet sich der Spandurchgang, durch den das Messer zum Werkstück führt. Beim Bearbeiten wird der abgetragene Span durch den Durchgang über das Hobelmaul nach oben abgeführt.
  • Hobeleisen: Es ist aus Werkzeugstahl gefertigt und ermöglicht das präzise Abspanen von Holz und dessen Ableitung nach oben.
  • Spannvorrichtung: Sie dient zur zuverlässigen Fixierung des Hobeleisens.

In Kontinentaleuropa werden vor allem Hobel mit Holzkörper verwendet, in den Beneluxstaaten, Großbritannien und Nordamerika hingegen hauptsächlich Hobel aus Gusseisen. Letztere sind schwerer und robuster. Eine pauschale Aussage über die Bearbeitungsqualität lässt sich nicht treffen.

So variantenreich sind Hobel-Werkzeuge

Auch wenn sie unterschiedlichen Verwendungszwecken dienen, ähneln sich Hobel in Aufbau und Aussehen. Einige sind nur für die grobe Bearbeitung von Holz geeignet, andere für die Feinbearbeitung von Werkstücken. Hier eine Auswahl:

  • Schrupphobel: Er dient zur Grobbearbeitung von Holzflächen, zum Vorhobeln stark verformter Hölzer oder zum Abhobeln dicker Holzschichten. Die Schneide des Hobeleisens ist bogenförmig und steht weiter vor als bei anderen Hobeln.
  • Tipp: Um Risse im Holz zu vermeiden, sollten Sie stets mit der Holzfaser hobeln, also in Wuchsrichtung.
  • Rauhbank: Langer Hobel zum Vorbehandeln und Ebnen unregelmäßiger Holzstücke. Aufgrund seiner Länge folgt er den Unebenheiten nicht. Er eignet sich vor allem, um lange Werkstücke und Brettkanten zu bearbeiten.
  • Schlichthobel: Dient zum Glätten eines sägerauhen oder zuvor mit dem Schrupphobel oder der Rauhbank bearbeiteten Werkstücks. Er trägt nur einen dünnen Span ab. Die kleinere Ausführung wird als Heimwerker- oder Knabenhobel bezeichnet. Dieser ist ein Universalhobel und erleichtert Ungeübten das Arbeiten mit Holz.
  • Doppelhobel: Er ähnelt dem Schichthobel, verfügt jedoch über ein doppeltes Eisen, was eine noch feinere Oberflächenbehandlung ermöglicht.
  • Putzhobel: Ein kurzer Hobel mit besonders scharfen Hobeleisen. Er wird verwendet, um Vollholz abschließend zu putzen und nimmt nur noch einen hauchfeinen Span ab.

Spezielle Variante: der Elektrohobel

Elektrohobel als Alternative

Im Hobelkörper eines elektrischen Geräts befindet sich eine gelagerte Welle, in die ein oder mehrere Wechselmesser eingespannt sind – Sie müssen den Hobel nur noch gleichmäßig über das Werkstück führen. Die Spandicke regulieren Sie über einen Drehknopf. In der Regel lassen sich Werte von 0 bis 3 Millimeter einstellen. Die Höchsteinstellung eignet sich jedoch nur zum Hobeln von Kanten. Um Flächen zu glätten, ist eine geringere Spandicke besser. Möchten Sie einen elektrischen Hobel kaufen, dann achten Sie auf eine möglichst feine Skalenunterteilung. Das erleichtert es Ihnen, die optimale Dicke zu finden.

Einige elektrische Hobel werden mit Staubbeuteln geliefert. Ein solcher Auffang hat zwei Vorteile: Er schützt die Atemwege, da kein Holzstaub freigesetzt wird. Außerdem entfällt die Reinigung des Arbeitsplatzes nach dem Hobeln. Staubbeutel sind vor allem bei kleineren Arbeiten praktisch. Bei umfangreicheren Hobelarbeiten empfiehlt sich der Anschluss an einen leistungsfähigen Werkstattsauger. Bei den meisten lässt sich der Spanauswurf manuell rechts oder links einstellen, sodass Sie den Saugschlauch an die jeweils für die Arbeitsposition günstige Seite anschließen können.

Tipp: Achten Sie bei der Arbeit mit einem Saugschlauch immer darauf, dass dieser frei ist. Verstopft er, wirkt sich dies sofort auf die Qualität des Hobelergebnisses aus.

Welcher Hobel ist der richtige: Hand- oder Elektrohobel?

Sowohl von Hand geführte als auch elektronische Hobel haben ihre Vorzüge. Möchten Sie Werkstücke plan hobeln oder Holzoberflächen glätten, ist ein Elektrohobel besser geeignet. Für Feinarbeiten und Anpassungen empfiehlt sich hingegen ein Handhobel, da Sie damit überstehendes Material genauer anvisieren können.

Möchten Sie einen Hobel kaufen, sollten Sie nicht nur an die Anschaffungs-, sondern auch an die Folgekosten denken. Grundsätzlich sind Elektrohobel teurer als einfache Handhobel. Ein Elektrohobel hoher Qualität hat zwar eine lange Lebensdauer, die Messer lassen aber bei vielen modernen Geräten nicht nachschleifen. Das bedeutet: Sind die Messer stumpf, müssen sie ersetzt werden. Bei einem Handhobel ist es möglich, die Klinge des Messers nachzuschleifen. Daher ist ein solcher Hobel günstig in der Anschaffung und in der Wartung. Bei Allyouneed können Sie Hobel kaufen, die manuell oder motorgetrieben sind. Außerdem finden Sie weiteres Werkzeug zur Bearbeitung von Holzwerkstücken wie Sägen und Raspeln.

Die Grundtechnik: So arbeiten Sie mit einem Hobel

Hinweise für die Arbeit mit Hobel

Um optimale Arbeitsergebnisse zu erzielen, sollten Sie beim Hobeln auf vier Aspekte achten:

  • Spannen Sie das Werkstück fest ein.
  • Führen Sie den Hobel gleichmäßig.
  • Nehmen Sie nie zu viel Holz auf einmal ab.
  • Verwenden Sie immer scharfe Messer.

Gehen Sie bei der Bearbeitung wie folgt vor:

  1. Spannen Sie zunächst das Werkstück so ein, dass Sie es mit langen Hobelzügen entlang der Holzmaserung bearbeiten können.
  2. Nun stellen Sie sich so neben die Werkbank, dass Sie mit beiden Händen einen gleichmäßigen Vorwärtsschub auf den Hobel ausüben können. Das gewährleistet ein ansatz- und riefenfreies Ergebnis.
  3. Heben Sie nach jedem Schwung den Hobel komplett vom Werkstück ab und bringen Sie ihn wieder in die Ausgangsposition. Achten Sie darauf, dass Sie die Hobelsohle leicht schräg über das Werkstück führen, damit die Klinge nicht in einem stumpfen Winkel auf die Holzfasern trifft.

Tipp: Sind Sie Linkshänder und haben Probleme bei der Arbeit mit herkömmlichen Hobeln? Mittlerweile gibt es spezielle Hobel mit auf linkshändigen Einsatz abgestimmter Hobelnase.

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