Arbeitsschutz: mehr Sicherheit am Arbeitsplatz

Der technische Arbeitsschutz umfasst die Abwehr von arbeitsbedingten Gefahren durch angewandte Technik. Ziel ist es, die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten. Um dies zu gewährleisten, ist an einigen Arbeitsplätzen eine gewisse Ausrüstung notwendig. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Arbeitsschutzausrüstung.
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    Arbeiter mit Werkzeuggürtel, Schutzhelm und Schutzhandschuhen

    Die Grundlagen: Der Arbeitsschutz und seine Bedeutung

    Jeder Unternehmer ist dazu verpflichtet, die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten. Nach diesen müssen Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren durch geeignete Maßnahmen verhindert werden. Der Bereich Arbeitsschutz umfasst dabei die persönliche Schutzausrüstung jedes Mitarbeiters, Gebots- sowie Warnschilder. Letztgenannte beruhen auf den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A1.3) sowie der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung (BGV A8) und dienen der Sicherheitskennzeichnung für Verhalten am Arbeitsplatz sowie der Warnung vor Gefahren und Risiken. Zu der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zählen alle Ausrüstungsgegenstände, die am Körper getragen werden, um vor Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen. Sie kann von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz mitunter stark variieren. Mal umfasst die PSA nur Schutzhandschuhe, mal sind es spezielle Hilfsmittel.

    Ebenfalls wichtig: Als PSA kann nicht jede Art von Ausrüstung dienen. Sie muss den Anforderungen der Verordnung über das Inverkehrbringen von persönlichen Schutzausrüstungen gerecht werden. Zudem solle die Ausrüstung der jeweiligen EG-Norm entsprechen und über eine CE-Kennzeichnung verfügen. Auch Größe und Zustand der PSA müssen stimmen, damit sich die Mitarbeiter nicht selbst damit behindern. Für die Kosten kommt prinzipiell der Arbeitgeber auf. Das gilt jedoch nur, solange die Schutzausrüstung ausschließlich beruflich genutzt werden kann. Kann diese auch privat getragen werden, ohne jemanden sofort als Mitarbeiter zu identifizieren, darf lediglich eine finanzielle Beteiligung vom Arbeitgeber verlangt werden.

     

    Was gehört zur PSA?

    Zur Ausrüstung für den Arbeitsschutz gehören unter anderem Handschutz, Kopfschutz, Atemschutz, Gehörschutz sowie Augen- und Gesichtsschutz. Die einzelnen Bestandteile des Arbeitsschutzes kann man je nach zu erwartendem Schadensausmaß in drei Kategorien unterteilen:

    • Kategorie 1: einfache PSA zum Schutz gegen minimale Gefahren
    • Kategorie 2: PSA zum Schutz vor mittleren Risiken
    • Kategorie 3: komplexe PSA zum Schutz vor tödlichen Gefahren und irreversiblen Gesundheitsschäden
     
    Fleischereifachverkäufer mit Einweghandschuhen vor Fleischsortiment

    Schutzhandschuhe

    Schutzhandschuhe dienen dem Schutz von Haut und Händen oder dem Schutz eines bestimmten Produktes. Sie weisen auf die Tätigkeit abgestimmte Eigenschaften auf und sind für den mehrmaligen oder – wie z. B. in der Lebensmittelwirtschaft beziehungsweise der Medizin oft benötigt – einmaligen Gebrauch erhältlich:

    • Griffsicherheit: Lagerarbeiten, Montage, Industrie
    • Schutz vor Schnitten und Stichen: Glas- und Stahlindustrie, Blechverarbeitung
    • Schutz vor Hitze und Kälte: Bäckereien, Gießereien, Kühlhäuser
    • Schutz vor mechanischen Einflüssen: Produktion, Agrar- und Forstwirtschaft
    • Schutz vor Chemikalien: Chemie- und Pharmaindustrie, Lackierereien
    • Schutz von Produkten: Arbeit an empfindlichen Werkteilen

    Schutzhandschuhe sollten nur entsprechend ihrer Eignung getragen werden. So eignet sich ein Schutzhandschuh aus Leder ideal, um schwere Dinge zu tragen. Bei der Arbeit mit gefährlichen Flüssigkeiten können sie sich jedoch mit dem Arbeitsstoff vollsaugen und diesen so an die Haut weitergeben. Hier müssen für Flüssigkeiten undurchlässige Handschuhe gewählt werden. Ebenfalls wichtig: Wie jede andere Schutzausrüstung gegen Gefahrstoffe haben auch Schutzhandschuhe ab dem ersten Kontakt mit dem Gefahrstoff eine begrenzte zeitliche Nutzungsdauer beziehungsweise Wirksamkeit. Diese variiert je nach Handschuhmaterial, der Konzentration des Gefahrstoffes und dem Arbeitsprozess. Hinweise darauf, welches Material für welchen chemischen Stoff geeignet oder nicht geeignet ist, erhalten Sie auf den Beständigkeitslisten des jeweiligen Herstellers.

    Bei der Nutzung von Schutzhandschuhen sollten Sie außerdem folgende Hinweise beachten:

    • Stellen Sie sicher, dass keine Flüssigkeit in den Handschuh laufen kann. Schlagen Sie bei ausreichender Länge zu diesem Zweck den Handschuhschaft um.
    • Entfernen Sie nach jedem Gebrauch äußere Verschmutzungen mit einem trockenen Lappen. Ziehen Sie Handschuhe aus Baumwolle unter, sollten Sie diese entsprechend oft waschen.
    • Bewahren Sie die Handschuhe nach Gebrauch luftig auf, damit entstandener Schweiß verdunsten kann. Stülpen Sie die Handschuhe am besten über einen Stab, sodass die Luft ungehindert in den Innenbereich eindringen kann.
    • Entsorgen Sie die Schutzhandschuhe beim kleinsten Loch oder Riss, da die Schutzwirkung nicht mehr besteht.
     

    Schutzbrillen und Gesichtsschutz

    In vielen Berufen werden Tätigkeiten ausgeübt bzw. wird mit Stoffen gearbeitet, die den Schutz der Augen notwendig machen. Zum Schutz vor mechanischen, thermischen, biologischen, optischen, elektrischen oder chemischen Einwirkungen dienen Arbeitsschutzbrillen. Es gibt verschiedene Arten von Schutzbrillen. Neben einfachen Gestellbrillen sind geschlossene Schutzbrillen und Vollschutzmodelle für Augen, Gesicht und Kopf erhältlich. Offene Gestellbrillen schützen z. B. mit getönten Gläsern vor optischen Gefährdungen oder dienen als Schlagschutz vor mechanischen Risiken. Im Gegensatz dazu sind sogenannte Korbbrillen geschlossen und schützen vor chemischen Gefahren. Die Schutzbrillen sind so gearbeitet, dass die Augenpartie durch festes Anliegen am Kopf das Eindringen von Gasen, chemischen und biologischen Stoffen verhindert.

     

    Tipp: Sollte es zu einer Verletzung der Augen kommen, ist eine kurze Reaktionszeit wichtig. Leiten Sie sofort Hilfsmaßnahmen ein und rufen Sie medizinische Hilfe. Schildern Sie dem medizinischen Personal den Unfallhergang so detailliert wie möglich, damit die Verletzung richtig beurteilt werden kann. Bei Verätzungen sollten Sie das Auge umgehend mindestens 15 Minuten lang mit klarem Wasser ausspülen. Kommt es zu einer Lidstarre, sollte dieses vorsichtig geöffnet und das Auge von einem Kollegen ausgespült werden. Bei mechanischen Verletzungen der Augen durch einen Fremdkörper sollte dieser immer von einem Arzt entfernt werden.

     
    Arbeiter mit Kapselhörschutz vor Maschine

    Gehörschutz

    Lärm ist nicht nur störend, bei dauerhafter Belastung kann er die Gesundheit insgesamt beeinträchtigen. Um diese zu schützen, verlangt die EU Lärmschutzrichtlinie 2003/10/EG, dass an Arbeitsplätzen mit hohem und nicht reduzierbarem Lärmpegel ein Gehörschutz getragen werden muss. Grundsätzlich unterscheidet man vier Arten von Gehörschutz: Kapselgehörschutz, Gehörschutzstöpsel, Otoplastiken und Kombinationen aus Hilfsmitteln zum Arbeitsschutz.

    Ein Kapselgehörschutz ist durch ohrumschließende Kapseln gekennzeichnet. Er lässt sich jederzeit auf- und absetzen und eignet sich besonders für den kurzzeitigen Einsatz. Die Hartkunststoffschalen sind mit Schaumstoff ausgekleidet, der den Schalldruck bis zu 35 dB dämmt. Polsterungen an der Berührungsstelle zwischen Kopf und Hartschalen gewährleisten einen hohen Tragekomfort. Je nach Modell sorgt ein Kopf-, Nacken- oder Universalbügel für sicheren Halt. Ist die Kommunikation bei Arbeitsabläufen wichtig, erhalten Sie auch Kapselgehörschutz mit integrierter Kommunikationseinrichtung und aktiver Geräuschkompensation.

    Gehörschutzstöpsel sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Man unterscheidet vorgeformte und vor Gebrauch zu formende Stöpsel sowie Bügelstöpsel. Vor Gebrauch zu formende Stöpsel bestehen meist aus in Wachs getränkter Wolle, Silikon oder Schaumstoff und können je nach Modell ein- oder mehrmals getragen werden. Nach dem Kneten oder Zusammenrollen werden die Stöpsel direkt in den Gehörgang eingesetzt, wo sie sich ausdehnen. Vorgeformte Gehörschutzstöpsel bestehen aus weichem Kunststoff und lassen sich einfach in den Gehörgang einführen. Meist sind sie mit einem Trageband oder Kunststoffbügel miteinander verbunden.

    Ebenfalls direkt in den Gehörgang eingeführt, aber individuell dem Träger angepasst sind Otoplastiken. Sie werden von einem Hörgeräteakustiker angefertigt, indem ein Abdruck von dem äußeren Gehörgang genommen wird. Auf dessen Grundlage wird mit Acryl, Silikon oder Fotoplast die Otoplastik gefertigt. Im Gegensatz zu Standardeinsätzen ist das fehlerhafte Einsetzen dank der anatomischen Anpassung an den Träger so gut wie unmöglich.

    Einen höheren Dämmschutz als die vergleichsweise einfachen Gehörschützer bieten nur spezielle Schallschutzanzüge. Die aus Textil und Leder bestehenden Anzüge halten auch Schallwellen ab, die über den Körper aufgenommen werden. In Kombination mit Gehörschützern halten sie auch Dauerlärmpegel von 125 dB und mehr stand.

     

    Atemschutz

    Der Atemschutz ist ein weiterer Teilbereich des Arbeitsschutzes. Es gibt zwei Bauarten:

    • umluftabhängige Filtergeräte
    • umluftunabhängige Isoliergeräte

    Voraussetzung bei der Verwendung von umluftabhängigen Filtergeräten ist, dass noch ausreichend Sauerstoff zum Atmen vorhanden ist und sich die Höchstwerte der Gefahrstoffe in gewissen Grenzen halten. Umluftunabhängige Isoliergeräte kommen dann zum Einsatz, wenn einfache Filtergeräte nicht ausreichen. Entsprechend der Dichtheit und der Schadstoffkonzentrationen ist der Atemschutz in drei Klassen eingeteilt. Je höher die Klasse, desto höher kann die Schadstoffkonzentration in der Umgebungsluft sein.

    Beim Tragen von Atemschutz sollt auf Folgendes geachtet werden:

    • Achten Sie bei dem Aufsetzen aller Geräte darauf, dass diese gut schließen.
    • Der Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft muss mindestens 17 Prozent betragen.
    • Die Schadstoffkonzentration und -zusammensetzung muss immer bekannt sein. Achten Sie darauf, dass zulässige Schadstoffgrenzen verwendeter Filter nicht überschritten werden.
    • Statten Sie Filtergeräte immer mit einem auf den jeweiligen Schadstoff abgestimmten Filter aus. Ist kein passender Filter vorhanden, verwenden Sie ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät.
    • Achten Sie auf die Haltbarkeit der Filter und entsorgen Sie diese nach abgelaufener Wirkungszeit.

    Um Ihre eigne Sicherheit und die Ihrer Mitarbeiter gewährleisten zu können, bietet Allyouneed ein breites Arbeitsschutz-Sortiment. Auf unserem Online-Marktplatz finden Sie Produkte für verschiedene Schutzzwecke und Branchen. Bestellen Sie die PSA einfach online.

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